Selbstverständnis

Dem Schüler soll Spass am eigenkreativen Musizieren an einem (beliebigen) Instrument vermittelt werden. Dabei sollte sich der Lehrer und Schüler wo nötig am original Song orientieren, und nicht nur die Notenzeilen und die oft vereinfachten Rhythmen stupide abspielen. Später steht verstärkt das „eigene Version erfinden“ auf dem Programm. Motto: Jedes Stück zu etwas Einzigartigem für den Schüler individuell gestalten.

Ein primäres Ziel ist es, daß sich die Schüler gerne (nicht unbedingt immer nur “perfekt”) vor anderen musikalisch präsentieren. D.h. daß das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen von Lehrerseite in dieser Hinsicht gestärkt wurde, damit der Schüler genügend Mut zum Spiel vor Publikum hat. Dazu werden die modernsten und bewährtesten Unterrichtsmethoden, Unterrichts-Materialien (eMail, USB-Stick, Videos, YouTube-Channel etc.) und Unterrichts-Medien (z.B. Multimedia-PC, Video/Audio-Mitschnitt im Unterricht) eingesetzt.

Bei allem Spaß und dem “viel Musik im Unterricht” wird auf ein gesundes Unterrichtstempo und hohes Unterrichts-Niveau Wert gelegt, welches auch den Eltern ersichtlich wird (hierzu dient z.B. das geförderte Mitwirken in den diversen jährlichen Auftrittsmöglichkeiten). Statt immer nur ein „ausgewähltem Kreis“ vor der eigenen Familie zu spielen, versuchen wir, bei öffentlichen Veranstaltungen von anderen Organisatoren dabei zu sein. Im „wahren Leben“ eben… (Herbstfest, Traubenplatzfest, Stadtfest, Weinsberg Live, Lieder & Lichter Nacht, Weinsberger Weinfestival etc.)

Wir Lehrer haben die Aufgabe, uns „überflüssig“ zu machen, d.h. den Schüler zu selbständigem Handeln anzuhalten, ihn behutsam aber bestimmend musikalisch wie menschlich “weiterzubringen”.

Jedes Instrument hat seine eigene Ästhetik: Eine E-Orgel ist keine verkappte Kirchenorgel, ein Keyboard kein “Klavier für Arme”. Es sollen Leitbilder aufgebaut werden (Lehrer, Keyboard-Band, “Szene-Stars”) die der Ausbildung eine Zielrichtung geben.

Schüler, die trotz aller Motivationsanstrengungen der Lehrkräfte monatelang auf der Stelle treten, werden nicht „durchgeschleppt“. Hier sollen Gespräche unter den Kollegen, mit dem Schüler und den Eltern einsetzen. Unser Wunsch: jeder Schüler soll nach jeder Unterrichtsstunde mit etwas Neuem nach Hause gehen.

Dieses Zitat trifft es auch ganz gut: „Es ist oft nicht so wichtig, wie gut du ein Instrument spielen kannst, sondern was du dabei empfindest.“ (aus „das seltsame Leben des Benjamin Button„)
Diese Grundsätze werden ständig überprüft und ergänzt.

Unser Sozialfond: Im Falle einer plötzlichen und nachweislichen Verschlech-terung der Einkommensverhältnisse von Schülereltern, kann bis zu 50% der monatlichen Unterrichtsgebühren von unserem Sozialfond über zusätzliche Zahlungen der Lehrer-schaft und von Schülereltern (z.B. 50 cent pro Monat). Wir Lehrer und Schülereltern sehen uns als Solidargemeinschaft, welche mithelfen möchte, dass fleissige Schüler in jedem Fall die Chance auf Musikunterricht haben. übernommen werden. Gespeist wird der Fond über freiwillige monatliche Beträge aus der Schülerschaft und aus Spenden. „50 cent“ sind für sich betrachtet nicht viel, aber wenn viele Menschen 50 cent spenden, kommt etwas zusammen.

Unicef-Unterstützung: Schülerkonzerte sind prinzipiell mit freiem Eintritt. Jedoch sammeln wir Spenden für ein regionales oder überregionales Hilfsprojekt. Aktuell ist das die unicef Kathastrophenhilfe. Der Erlös wird der unicef Ortsgruppe in Heilbronn übergeben.

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